Martins Start und Sternis Fersengold

Januar 7th, 2010 by Sterni Categories: Mein Pokerblog, Poker Reisen No Responses

Der 6.1.2010  steht natürlich bei mir ganz im Zeichen von Martin, der in seinem ersten großen live event startet.

Als wenn der Tag unter einem guten Licht stehen soll, zeigt sich die Sonne auch zunächst kurz strahlend und wärmend. Wir verbringen zu dritt ein Stündchen am Pool.

Mittags geht es dann zum Imperial Ballroom zwischen dem Beach Tower und dem Coral Towers.

Martins Tischgenossen erscheinen unbekannt.

Ich sichte einen auffälligen Boris, der permanent gefilmt wird von 12 bis 19 Uhr zu seinem Ausscheiden

Boris im Visir

Boris im Visir

Treffen ihn auch später in der Pause. Die Ereignisse am Tisch gestalteten sich rasanter als gedacht und Martins Chipcount wird leider eine unsichere und spannende Sache.

Nach gekrackten Assen und niedergelegten Damen, blieben ihm zeitweise nur 7 K Chips (Starting Stack 30k) übrig. Es folgt dann aber vor der ersten grossen Pause noch ein Verdoppler mit AK suit gegen 44.

Die Pause erweist sich  zu kurz, um was zu essen, denn vor der Kasse, wo man sich rote Bons kaufen muss, stehen zig Leute Schlange und die gewichtige Lady hat die Ruhe weg. Pro Kunden braucht sie gefühlte 3 Minuten und ihre Bewegungen gleichen Zeitlupenmitschnitten.

Ich darf das dann live erleben, als ich dann Martin noch schnell einen Kaffee besorgen will… aber selbst der kommt zu spät, denn Das Turnier läuft bereits wieder.

Also ein dickes Minus an die Organisation in dieser Hinsicht. Auch das Wasser aus grossen Kanistern im Raum ist zu schnell leer und wird nicht aufgefüllt.

Die Spieler bekommen also zwar draußen ein Cateringzelt und Essensdüfte, aber zum Anstehen und essen bleibt einfach keine Zeit.

An Tag  2 Morgen werde ich das anders machen und vor der Pause die roten Voucher und auch schon das Essen organisieren. So was muss aber erst mal lernen.

Boris bekommt übrigens den Promi oder Krücken- Bonus, er hat den Burger gleich angeliefert bekommen, kaum, das er sich in den Catering Bereich begeben hat.

Boris mit Burger

Boris mit Burger

Nach der Pause nimmt Martin dann das Tempo raus, ich sehe ihn zwar noch heldenhaft seinen BB verteidigen (mit T6 suit- holla die Waldfee!) aber dann dümpelt er eigentlich bis 21.30 Uhr mit 17 bis 20 K herum.

Dann kurz vor Schluss, ich stehe mit Robin Scherr hinter Martin, während die letzte Hand des Tages gedealt wird. Ich drehe mich nach kurzem smalltalk zum Tisch um – plötzlich sehe ich Martins Chips unordentlich vor ihm verteilt und meine Alarmglocken klingeln. “Du bist doch nicht etwa all-in?” zische ich ihn an. “Doch.” sagt er. Ich bin geschockt, denn diese eine Hand trennt “uns” noch vom Erreichen des Tag 2.

Ich schöpfe Hoffnung, alle könnten folgen, dann  sehe ich aber schon den Typen auf seat 1 Chips in die hand nehmen und sagen: “I call him and i raise to…” er zählt seine Chips, um zu isolieren und ich sacke auf einen Zuschauerstuhl hinter Martin. “Und mit was bitte?”  frage ich ihn dann leise und leicht verzweifelt. Zwischen seat 1 und Martin folgen 2 Leute jetzt und Martin schmeisst offen seine Asse mit Nachdruck in die Mitte.

Puh, ich bin erleichtert, und das noch als Seat 1 seine AK off aufdeckt und ein nichtssagender flop aufgedeckt wird. Netter Verdoppler in der letzten Hand.

Die Welt sieht gleich besser aus, Martin strahlt, Robin strahlt und Sterni erst recht!

Well done und nur knapp unter average.

Ich selber habe auf das Omaha hi/lo Turnier um 20 Uhr verzichtet, denn ich war vom vielen Hin – und her Gerenne zwischen Saal, Pool und Zimmer (1 Tour etwa 2 km) auf dafür ungeeigneten  Schuhen körperlich , sowie vom Mitfiebern psychisch angeschlagen.

Martin geht duschen und ich setzte mich an einen cash Tisch NLH  1-2 Dort sitze ich netterweise in einer gesprächigen deutschen Ecke. Links neben mir ein Poker-Club Owner aus dem süddeutschen Raum, der “nur so” da ist und ziemlich loose spielt, trifft einen Bekannten, mit dem er in Wiesbaden schon mal Taxi fuhr. Die Welt ist eben ein Dorf.

Der besagte junge Spieler aus Wiesbaden sitzt neben mir und hat seinen Anfangsstack bereits verdreifacht mit schönen geflopten Nuts, erzählt mir: er hatte sich noch Weihnachten in einem 700 Qualifier ins Spiel gebracht und musste dann, weil er so spät dran war mit der Buchung eine teure und 30- stündige Anreise in Kauf nehmen Er ist das dritte Mal bei einem Gross- Event und das dritte Mal am ersten Tag heraus.

Weitere Kurze Eindrücke:  Der junge Finne von gestern ist Dritter im Omaha geworden für über 2 k, aber im main event draußen.

Mehr vom Cash (schliesse der ersten versuch mit plus ab) und anderen Nebenerfahrungen schreibe ich dann in späteren Einträgen.